Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im April und Mai 2026 eine Reihe von Maßnahmen gegen unerlaubte Finanzangebote ergriffen. Im Fokus stehen dabei sowohl ein Unternehmen als auch mehrere Websites, die ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen angeboten haben sollen.
Bereits am 9. April 2026 untersagte die BaFin der Smart IT Global Limited das öffentliche Angebot von Vermögensanlagen in Deutschland. Wie die Aufsichtsbehörde mitteilte, verstieß das Unternehmen gegen das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG). Die Untersagung betrifft drei Produkte: zwei Formen partiarischer Darlehen unter den Bezeichnungen „smart IT World“ und „smart IT Sprinter“ sowie eine sonstige Anlage namens „smart IT Origin“, bei der für die zeitweise Überlassung von Geld ein vermögenswerter Barausgleich in Aussicht gestellt wurde. Die BaFin ordnete an, dass diese Vermögensanlagen nicht mehr zum Erwerb in Deutschland angeboten werden dürfen.
Parallel dazu veröffentlichte die BaFin Ende Mai 2026 mehrere Verbraucherwarnungen vor verschiedenen Websites und Unternehmen. So warnt die Behörde vor der angeblichen Firma ImperionFinance aus London, die Anlegern den Erwerb von Aktien der SpaceX Corp. anbietet. Nach Erkenntnissen der BaFin verfügt das Unternehmen weder über eine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG) noch nach dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Zudem liege kein erforderlicher Wertpapierprospekt vor, so die Aufsicht.
Weitere Warnungen betreffen die Websites gbt(.)solutions, finio24(.)com, alvexo(.)io, royalasset(.)org, elementcapitall(.)org und sogoinvest(.)com. Nach Angaben der BaFin bieten die Betreiber dieser Seiten ohne Erlaubnis Finanz- oder Kryptowerte-Dienstleistungen an. In mehreren Fällen, etwa bei royalasset(.)org und elementcapitall(.)org, weist die Behörde auf einen Identitätsmissbrauch hin: Die unbekannten Betreiber geben sich als bestehende britische Unternehmen aus. Bei gbt(.)solutions wird zudem ein luxemburgisches Unternehmen namens „Global Trust“ vorgetäuscht. Die Website sogoinvest(.)com behauptet nach BaFin-Erkenntnissen wahrheitswidrig, in Großbritannien reguliert zu sein.
Die BaFin betont in allen Fällen, dass die Anbieter nicht von ihr beaufsichtigt werden. Anlegerinnen und Anleger könnten bei Geschäften mit diesen Anbietern ihr Geld verlieren. Die Behörde rät, vor einer Investition stets die Erlaubnis des Anbieters über die Unternehmensdatenbank der BaFin zu prüfen.