Was ist neu?

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, fordert eine Verdopplung des Taschengeldes für Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). Dies berichtet die Tagesschau unter Berufung auf Gröhe. Er argumentiert, dass soziale Einrichtungen dringend auf Helfer angewiesen seien, aber Schwierigkeiten hätten, genügend Freiwillige zu finden. Eine höhere Vergütung solle den Dienst attraktiver machen.

Wer ist betroffen?

Betroffen wären alle jungen Menschen, die ein FSJ in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Altenheimen oder der Behindertenhilfe absolvieren. Auch die Träger dieser Einrichtungen, die die Freiwilligen beschäftigen, wären von einer möglichen Erhöhung direkt betroffen.

Was bedeutet das konkret?

Sollte die Forderung umgesetzt werden, würde sich das monatliche Taschengeld für FSJler verdoppeln. Die genaue Höhe des aktuellen Taschengeldes ist nicht bekannt, es liegt jedoch in der Regel zwischen 300 und 600 Euro monatlich, je nach Träger und Bundesland. Eine Verdopplung würde die finanzielle Situation der Freiwilligen deutlich verbessern. Für die Einrichtungen bedeutete dies höhere Personalkosten, die möglicherweise durch staatliche Zuschüsse aufgefangen werden müssten.

Was noch offen ist

Es ist unklar, ob die Bundesregierung oder die Länder die Forderung des DRK-Chefs aufgreifen werden. Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme aus dem Bundesfamilienministerium, das für das FSJ zuständig ist. Auch die Finanzierung einer solchen Erhöhung ist noch nicht geklärt. Die Forderung ist zunächst ein Vorschlag des DRK-Präsidenten und noch kein Gesetzesentwurf.

Quellen