Was ist neu?

Rund ein Jahr nach dem verheerenden Gletschersturz im Schweizer Lötschental haben die ehemaligen Bewohner des Dorfes Blatten erstmals die Gelegenheit erhalten, in ihre zerstörte Heimat zurückzukehren. Der Gletschersturz hatte das Dorf im Mai 2025 unter sich begraben. Nach Angaben der Behörden konnten die Betroffenen nun unter kontrollierten Bedingungen das Gebiet betreten, um persönliche Gegenstände zu bergen und die Schäden zu begutachten.

Wer ist betroffen?

Direkt betroffen sind die rund 300 Einwohner von Blatten, die damals ihr Zuhause und fast ihren gesamten Besitz verloren. Viele von ihnen leben seitdem in provisorischen Unterkünften oder bei Verwandten in der Region. Auch die umliegenden Gemeinden im Lötschental sind indirekt betroffen, da die Katastrophe die Infrastruktur und den Tourismus in der Region schwer beeinträchtigt hat.

Was bedeutet das konkret?

Die Rückkehr ist ein erster Schritt zur Bewältigung der Katastrophe. Einige Bewohner äußerten laut Medienberichten die Absicht, ihre Häuser wieder aufzubauen. Die Behörden prüfen derzeit, ob und unter welchen Sicherheitsauflagen eine Wiederbesiedlung möglich ist. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Gefahr weiterer Gletscherbrüche aufgrund des Klimawandels nicht ausgeschlossen werden kann. Die Entscheidung über den Wiederaufbau steht noch aus.

Was noch offen ist

Unklar bleibt, ob das Dorf an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden kann oder ob eine Umsiedlung notwendig wird. Die langfristige Sicherheit des Gebiets ist noch nicht abschließend bewertet. Zudem ist offen, wie die Finanzierung des Wiederaufbaus gesichert werden soll – die Versicherungsleistungen und staatlichen Hilfen decken nach ersten Schätzungen nur einen Teil der Schäden. Die psychologischen Folgen für die Betroffenen sind ebenfalls noch nicht vollständig erfasst.

Quellen