Was ist neu?
Die EU-Kommission hat angekündigt, die geplante Übernahme der Elektronikhandelskette MediaMarkt durch den chinesischen Online-Konzern JD.com zu prüfen. Hintergrund sind laut Kommission mögliche Verstöße gegen bestehende Auflagen sowie die Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung auf dem europäischen Markt. Auch die deutsche Bundesregierung hat Bedenken angemeldet, wie die Tagesschau berichtet.
Wer ist betroffen?
Betroffen sind vor allem Kunden von MediaMarkt in Deutschland und anderen EU-Ländern, aber auch Wettbewerber wie andere Elektronikhändler. Sollte die Übernahme genehmigt werden, könnte sich das Angebot und die Preispolitik des Unternehmens ändern. Zudem sind Mitarbeiter von MediaMarkt betroffen, da eine Übernahme oft mit Umstrukturierungen einhergeht.
Was bedeutet das konkret?
Die Prüfung durch die EU-Kommission bedeutet, dass die Übernahme vorerst nicht abgeschlossen werden kann. Die Kommission wird untersuchen, ob JD.com durch die Übernahme eine marktbeherrschende Stellung erlangen könnte oder ob bereits gemachte Auflagen aus früheren Verfahren verletzt wurden. Sollte die Kommission zu dem Schluss kommen, dass der Wettbewerb gefährdet ist, könnte sie die Übernahme untersagen oder mit strengen Auflagen versehen.
Was noch offen ist
Derzeit ist unklar, wie lange die Prüfung dauern wird. Die EU-Kommission hat noch keine Frist genannt. Offen ist auch, ob JD.com bereit ist, Zugeständnisse zu machen, um die Bedenken auszuräumen. Zudem ist nicht bekannt, ob andere Wettbewerber oder Verbraucherschutzorganisationen formelle Beschwerden eingereicht haben.
Quellen
- Tagesschau: „EU-Kommission will MediaMarkt-Übernahme durch chinesischen Konzern prüfen“ (28. Mai 2026)