Was ist neu?
Der Kreditversicherer Allianz Trade hat eine Analyse veröffentlicht, wonach Hitzewellen der deutschen Wirtschaft bis zum Jahr 2030 Verluste in Höhe von rund 112,5 Milliarden Euro verursachen könnten. Die genannten Zahlen sind Modellrechnungen und mit Unsicherheiten behaftet.
Wer ist betroffen?
Betroffen wären vor allem Unternehmen in Branchen, die stark von klimatischen Bedingungen abhängig sind, wie etwa die Landwirtschaft, das Baugewerbe oder die Logistik. Auch die gesamte Volkswirtschaft könnte indirekt durch Produktionsausfälle und geringere Nachfrage belastet werden.
Was bedeutet das konkret?
Die prognostizierten Kosten umfassen unter anderem Produktionsausfälle, geringere Arbeitsproduktivität und zusätzliche Ausgaben für Kühlung oder Anpassungsmaßnahmen. Die Analyse von Allianz Trade zeigt, dass extreme Hitzeereignisse zunehmend zu einem wirtschaftlichen Risikofaktor werden könnten.
Was noch offen ist
Es ist unklar, ob die genannten Verluste tatsächlich eintreten werden. Die Prognose basiert auf Annahmen über die Häufigkeit und Intensität künftiger Hitzewellen sowie über die Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft. Zudem sind die genauen Auswirkungen auf einzelne Branchen und Regionen noch nicht abschließend bewertet.
Quellen
- Tagesschau: „Klimafolgen: Hitze kostet Deutschlands Wirtschaft Milliarden“ (28. Mai 2026)